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Staatssekretär besichtigt 1. Bürgersolaranlage in Wandlitz

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Dr. M.Luthardt im Gespräch mit Dr. D.Rühmkorf (links)
Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Dr. Michael Luthardt, besuchte am 29. Sept. 2010 der Staatssekretär im Umweltministerium des Landes Brandenburg, Dr. Daniel Rühmkorf, die Bürgersolaranlage in Klosterfelde.

In Anwesenheit von Bürgermeister Udo Tiepelmann, Frau Katrin Wiede von erneuer:bar des Landkreises und Jens Gockel, Geschäftsführer der Firma Mastbau Gärtner (MBG), ließ sich der Staatssekretär zuvor über die Tätigkeit und die Ziele des Vereins „wandlitzerneuerbar“ informieren. Klaus Geisthardt präsentierte das kurz vor dem Abschluss stehende Projekt in Klosterfelde.
  
Wie Wolf Zaetzsch, der Vorsitzende von „wandlitzerneuerbar“ betonte, will der Verein das Umweltbewusstsein der Bevölkerung positiv beeinflussen und  z.B. durch Bürgerbeteiligungsgesellschaften Anreize schaffen, sich persönlich zu engagieren. Die Bürger erhalten dadurch die Möglichkeit, sich finanziell an den Energieerzeugungsanlagen zu beteiligen. Die Erträge aus der Energieerzeugung kommen den Bürgern der Gemeinde direkt zugute.

Dr. Michael Luthardt erachtet den Ansatz des Vereins als richtig und wichtig, die Bürger bei der Entwicklung von Projekten mitzunehmen und einzubinden. Die in der Region erzeugten Erträge aus der Energieproduktion müssten auch in der Region verbleiben.
 
Staatssekretär Dr. Daniel Rühmkorf wies auf den wachsenden Unmut in der Bevölkerung hin, wenn es um erneuerbare Energieprojekte gehe und über den Kopf der Bürger hinweg z.B. über Windkraftwerke entschieden werde. Die erneuerbaren Energien könnten nur Erfolg haben, wenn sich die Bürger mit den Projekten identifizieren und eine breite Akzeptanz erreicht wird.
 
Bürgermeister Tiepelmann warnt vor überhöhten Erwartungen und spricht sich für einen pragmatischen Ansatz aus. Wichtig sei eine Politik der kleinen Schritte. Er betont nochmals die Wichtigkeit der Bürgerbeteiligung, die verhindert, dass wenige Grossinvestoren die PV-Anlagen errichten. Er bekräftigt die Absicht bei künftigen kommunalen Bauvorhaben verstärkt auf eine ausgeglichene Energiebilanz hinzuarbeiten.
 
Vonseiten des Vereins wurde die Hoffnung geäußert, dass in absehbarer Zeit ein kommunales Energie- respektive Energiesparkonzept erarbeitet wird. Seriösen Berechnungen zufolge können durch geeignete Maßnahmen immerhin 30% Energie ohne Komforteinbusse eingespart werden.
 
Alle Beteiligten betonten die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit von Verein und Bürgermeister. Eine erfreuliche Bilanz für ein erstes gemeinsames Projekt.
 
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